
In Dubai beginnt die Umsetzung eines großen Straßenbauprojekts Latifa Bint Hamdan Corridor, das die verkehrliche Anbindung mehrerer aufstrebender Stadtviertel verbessern und die bestehende Straßeninfrastruktur entlasten soll.
Das Unternehmen Larsen & Toubro (L&T) hat den Abschluss zweier Verträge für die Arbeiten im Rahmen des Projekts bekannt gegeben. Das Gesamtvolumen für den Ausbau des Verkehrskorridors wird auf etwa 544 Mio. USDgeschätzt.
Die Fertigstellung der Hauptarbeiten ist für das Jahr 2028geplant.
Der neue, rund 12 km lange Korridor wird mehrere wichtige Hauptverkehrsadern Dubais miteinander verbinden und eine effizientere Verteilung der Verkehrsströme zwischen den zentralen und den wachsenden Stadtteilen des Emirats ermöglichen.
Die Fahrtzeit soll sich mehr als halbieren
Eine der Hauptaufgaben des Latifa Bint Hamdan Corridor besteht darin, die Verkehrsbelastung zu verringern und die tägliche Pendelzeit zu verkürzen.
Nach Abschluss des Projekts soll die Fahrtzeit zwischen der Umm Al Sheif Street und der Emirates Road von derzeit 33 auf etwa 15 Minutensinken.
Die Kapazität des neuen Verkehrskorridors wird bei etwa 16 000 Fahrzeuge pro Stunde in beide Richtungen. Es wird erwartet, dass die Infrastruktur täglich für über 130 000 Fahrten genutzt werden kann.
Somit ist das Projekt nicht nur auf das aktuelle Verkehrsaufkommen ausgelegt, sondern auch auf die künftige Erschließung der umliegenden Gebiete.
12 km neue Straßen, sieben Brücken und acht Tunnel
Der Latifa Bint Hamdan Corridor umfasst eine umfassende Modernisierung der Straßeninfrastruktur.
Im Rahmen des Projekts ist der Bau folgender Elemente geplant:
- etwa 12 km Verkehrskorridor;
- sieben Brücken mit einer Gesamtlänge von 2,3 km;
- acht Tunnel mit einer Gesamtlänge von etwa 900 Metern;
- neue Autobahnkreuze und oberirdische Straßenabschnitte;
- eine Fahrradinfrastruktur mit Anbindung an das bestehende Radwegenetz Dubais.
Besondere Bedeutung kommt dem Bau des Radwegs zu, der Teil einer integrierten Strecke von Al Qudra bis Jumeirahwerden soll.
Welche Stadtteile und Straßen erhalten eine neue Verkehrsanbindung
Das Projekt soll die Verbindung zwischen mehreren wichtigen Verkehrsachsen Dubais stärken.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der neue Korridor die Erreichbarkeit zwischen Sheikh Zayed Road, Al Khail Road, Al Meydan Street, Sheikh Mohammed bin Zayed Road, Sheikh Zayed bin Hamdan Al Nahyan Street und Emirates Road verbessern.
Dies wird zusätzliche Routenoptionen für Autofahrer schaffen und die Verkehrsbelastung zwischen den Hauptverkehrsadern teilweise neu verteilen.
Besonders wichtig wird die Verbindung von Al Khail Road mit der Verlängerung der Latifa Bint Hamdan Street. Dafür werden neue Straßen, Brücken und Tunnel gebaut.
Dadurch soll die verkehrliche Anbindung zwischen der Al Khail Road, der Latifa Bint Hamdan Street und der Al Meydan Street sowie den angrenzenden Gebieten, in denen die Bautätigkeit weiter zunimmt, verbessert werden.
Was die beiden L&T-Verträge vorsehen
Das Unternehmen Larsen & Toubro hat im Rahmen der Projektrealisierung zwei separate Aufträge erhalten.
Der erste umfasst den Bau einer neuen Straße zwischen der Al Khail Road und der Verlängerung der Latifa Bint Hamdan Street, einschließlich Brücken, Tunneln und der dazugehörigen Verkehrsinfrastruktur.
Das Hauptziel dieses Abschnitts ist die Verbesserung der Verbindung zwischen der Al Khail Road, der Latifa Bint Hamdan Street und der Al Meydan Street.
Der zweite Vertrag betrifft den Ausbau einzelner Abschnitte der Al Meydan Street.
Hier ist der Bau eines neuen Autobahnkreuzes sowie oberirdischer Straßen vorgesehen, die bestehende und zukünftige Immobilienprojekte erschließen und den Verkehrsfluss innerhalb des wachsenden Gebiets verbessern sollen.
Warum das Projekt für den Immobilienmarkt in Dubai wichtig ist
Für den Immobilienmarkt ist die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur von besonderer Bedeutung. Die Erreichbarkeit wichtiger Autobahnen und die Dauer des täglichen Arbeitswegs sind Faktoren, die Käufer und Mieter bei der Wahl eines Wohnviertels berücksichtigen.
Dies gilt insbesondere für neue Gebiete, in denen Wohnprojekte schneller entstehen, als eine vollständige Verkehrsinfrastruktur aufgebaut werden kann.
Der Latifa Bint Hamdan Corridor soll die verkehrstechnische Anbindung der Gebiete rund um die Al Meydan Street, die Al Khail Road und andere sich entwickelnde Stadtteile verbessern.
Für die dort ansässigen Wohnprojekte bedeutet dies vor allem eine Veränderung des Verkehrsumfelds: die Entstehung zusätzlicher Routen, neuer Anschlussstellen und eines direkteren Zugangs zu den wichtigsten Hauptverkehrsstraßen Dubais.
Dabei garantiert der Bau einer neuen Straße für sich genommen noch keinen Wertzuwachs einer bestimmten Immobilie. Für eine Investitionsbewertung müssen der Kaufpreis, das Volumen des zukünftigen Angebots, das Bautempo im Viertel, die Mietnachfrage, die Projekteigenschaften sowie der Zeitplan für die Infrastrukturentwicklung berücksichtigt werden.
Dubai baut sein Straßennetz parallel zum Wachstum der Stadt kontinuierlich aus
Der Latifa Bint Hamdan Corridor verdeutlicht das Ausmaß der verkehrstechnischen Entwicklung Dubais vor dem Hintergrund der weiteren Expansion von Wohn- und Geschäftsvierteln.
Die Eckdaten des Projekts sind: rund 544 Mio. USD Investitionsvolumen, 12 km Verkehrskorridor, sieben Brücken, acht Tunnel, eine Kapazität von bis zu 16.000 Fahrzeugen pro Stunde und mehr als 130.000 Fahrten täglich.
Der voraussichtliche Fertigstellungstermin ist das Jahr 2028.
Für Immobilienkäufer und Investoren sind solche Infrastrukturprojekte vor allem im Kontext der langfristigen Entwicklung eines bestimmten Standorts von Bedeutung. Eine neue Verkehrsverbindung kann die gewohnten Routen innerhalb der Stadt verändern und einzelne aufstrebende Viertel für den Alltag attraktiver machen.



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