
Fahrgäste von UberX und Uber Comfort können automatisch einem vollautonomen Fahrzeug zugewiesen werden
Dubai hat einen weiteren Schritt in der Entwicklung autonomer öffentlicher Verkehrsmittel gemacht. Die vollautonomen Fahrzeuge Apollo Go von Baidu können nun in ausgewählten Gebieten des Emirats über die Uber-App gebucht werden.
Ab dem 20. August 2026 kann Nutzern, die die Kategorien UberX oder Uber Comfort wählen, automatisch ein autonomes Apollo Go-Fahrzeug zugewiesen werden. Zudem steht in der App eine eigene Kategorie „Autonomous“ zur Verfügung, mit der die Wahrscheinlichkeit erhöht werden kann, ein Robotaxi zu erhalten.
In der ersten Phase ist der Dienst in Teilen von Umm Suqeim und Jumeirah verfügbar. Mit der Weiterentwicklung des Projekts und dem Erhalt der erforderlichen Genehmigungen ist eine Ausweitung des Einsatzgebiets geplant.
Der Start ist Teil einer umfassenderen Strategie Dubais zur Einführung autonomer Verkehrsmittel und zur Förderung einer technologisch fortschrittlichen urbanen Mobilität.
So buchen Sie ein autonomes Taxi in Dubai
Für Fahrten über Uber ist keine separate App oder spezielle Registrierung erforderlich.
Für die Buchung stehen zwei Hauptoptionen zur Verfügung:
- Wählen Sie UberX oder Uber Comfort – in diesem Fall kann das System automatisch ein Apollo Go-Fahrzeug zuweisen;
- Öffnen Sie die Kategorie „Autonomous“ und buchen Sie das autonome Fahrzeug direkt, sofern der Dienst im gewählten Gebiet verfügbar ist.
Derzeit sind die Fahrten nur in bestimmten Bereichen von Jumeirah und Umm Suqeim möglich.
Betreiber der Apollo Go-Flotte im Rahmen der Zusammenarbeit mit Uber ist New Horizon Luxury Transport. Das Projekt selbst wird in Kooperation mit der Roads and Transport Authority (RTA) von Dubai umgesetzt.
Welche Fahrzeuge kommen zum Einsatz
Zum Einsatz kommt das Apollo Go RT6 der sechsten Generation – ein vollelektrisches Robotaxi, das von Grund auf für den fahrerlosen Betrieb konzipiert wurde.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen, die nachträglich für autonomes Fahren angepasst wurden, wurde das RT6 speziell als autonomes Transportmittel entwickelt.
Das Fahrzeug bietet Platz für bis zu drei Passagiere und ist mit einer geräumigen Rückbank sowie elektrischen Schiebetüren ausgestattet.
Zur Orientierung im städtischen Umfeld werden über 30 Sensoren genutzt, darunter Lidar, Kameras und weitere Systeme zur Umgebungserkennung.
Die erfassten Daten werden direkt während der Fahrt analysiert, wodurch das Fahrzeug die Verkehrslage überwachen und Entscheidungen in Echtzeit treffen kann.
Was passiert während der Fahrt
Trotz des fehlenden Fahrers agiert das Robotaxi als Teil eines vollwertigen Verkehrssystems mit Fernunterstützung für die Fahrgäste.
Der Service bietet:
- die Möglichkeit, den Kundensupport schnell zu kontaktieren;
- automatisches Öffnen und Schließen der Türen;
- Umgebungsüberwachungssysteme;
- ein autonomes Steuerungssystem;
- Audio- und Videoaufzeichnung im Fahrzeug zu Sicherheits- und Supportzwecken.
Laut Uber kann der Kundensupport den Fahrgast in der Regel in weniger als einer Minute erreichen.
Die Fahrzeugsysteme nutzen hochpräzise digitale Karten, Kameras, Lidar-Sensoren und Software für das autonome Fahren.
Autonome Taxis sind in Dubai seit März 2026 im Einsatz
Der kommerzielle Betrieb autonomer Taxis in Dubai begann offiziell am 30. März 2026 in den Stadtteilen Umm Suqeim und Jumeirah.
In der ersten Phase umfasste das Verkehrsnetz 100 autonome Fahrzeuge auf Basis der Technologien von Apollo Go und WeRide. Apollo Go bot den Service zunächst über eine eigene App in Zusammenarbeit mit der Dubai Taxi Company an, während die Fahrzeuge von WeRide über Uber verfügbar waren.
Inzwischen ist Apollo Go direkt in die Uber-Plattform integriert, was die Möglichkeiten zur Buchung autonomer Fahrzeuge erweitert.
Robotaxis haben bereits über 4 Millionen Kilometer zurückgelegt
Nach Angaben des Dubai Media Office hat das Programm für autonome Taxis in Dubai bis August 2026 einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Die Robotaxis haben insgesamt über 4 Millionen Kilometer zurückgelegt und 7.613 Fahrten durchgeführt. Die Kundenzufriedenheit lag bei 97 %.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung umfasste das System 144 autonome Fahrzeuge, von denen 48 aktiv im Einsatz waren und täglich etwa 50 Fahrten absolvierten.
Diese Kennzahlen verdeutlichen, dass Dubai den Übergang von der Erprobung hin zur praktischen Anwendung von Technologien im städtischen Verkehrssystem vollzieht.
Warum Dubai auf autonomes Fahren setzt
Die Entwicklung von Robotaxis ist ein zentraler Bestandteil der Dubai Self-Driving Transport Strategy.
Ein wesentliches Ziel des Emirats ist es, den Anteil autonomer Fahrten bis 2030 auf 25 % des gesamten Verkehrsaufkommens zu steigern.
Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die RTA mit mehreren internationalen Technologieunternehmen zusammen, darunter:
- Baidu Apollo Go;
- WeRide;
- Pony.ai;
- Uber.
Dieses Modell ermöglicht es Dubai, verschiedene Technologien für autonomes Fahren parallel zu testen und schrittweise in das bestehende Verkehrsnetz zu integrieren.
Apollo Go kooperiert bereits mit der Dubai Taxi Company
Die Integration mit Uber markiert die nächste Entwicklungsstufe von Apollo Go im Emirat.
Zuvor hatten die Dubai Taxi Company und Baidu bereits kommerzielle, vollautonome Fahrten über die eigene Apollo Go-App gestartet. Das Programm sah vor, mit 50 Fahrzeugen zu beginnen und die Flotte innerhalb weniger Jahre auf über 1.000 Robotaxis auszubauen.
Somit wird dieselbe Technologie nun über mehrere Kanäle vorangetrieben: die eigene Plattform Apollo Go sowie das internationale Ökosystem von Uber.
Was der Start für die urbane Mobilität bedeutet
Für die Bewohner Dubais erweitert das Angebot an Robotaxis die Auswahl an Fortbewegungsmöglichkeiten.
Autonome Fahrzeuge können das bestehende Angebot ergänzen:
- herkömmliche Taxis;
- Ride-Hailing-Dienste;
- die U-Bahn;
- Busse;
- Seeverkehr;
- weitere Formen der geteilten Mobilität.
Bei einer weiteren Skalierung könnten autonome Taxis besonders intensiv für kurze und mittlere Strecken innerhalb von Wohn- und Geschäftsvierteln genutzt werden.
Wie autonomes Fahren den Immobilienmarkt beeinflussen kann
Für den Immobilienmarkt ist die Entwicklung autonomer Verkehrsmittel vor allem von infrastruktureller Bedeutung.
Die Verkehrsanbindung bleibt einer der entscheidenden Faktoren bei der Wahl eines Wohn- oder Mietstandorts.
Sollten autonome Dienste mit der Zeit in mehr Gebieten verfügbar sein, könnte dies:
- die Fahrt zur U-Bahn und zu Geschäftszentren vereinfachen;
- die Mobilität innerhalb großer Wohnanlagen verbessern;
- die Abhängigkeit der Bewohner vom eigenen Pkw verringern;
- die Attraktivität von Stadtvierteln mit eingeschränkter Fußläufigkeit erhöhen.
Dabei ist das bloße Erscheinen von Robotaxis keine Garantie für steigende Immobilienpreise. Für Investoren bleibt das Zusammenspiel verschiedener Faktoren entscheidend: Lage, Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Projektqualität und die tatsächliche Nachfrage.
Jumeirah und Umm Suqeim wurden als erste Zonen für autonomes Fahren ausgewählt
Die Wahl von Jumeirah und Umm Suqeim für den ersten Start ermöglicht es, den Dienst in einem gewachsenen städtischen Umfeld mit Wohnvierteln, touristischen Attraktionen, öffentlichen Stränden und hohem Verkehrsaufkommen zu testen.
Diese Gebiete bieten die Möglichkeit, die Technologie in verschiedenen Verkehrsszenarien zu erproben.
Mit zunehmender Datenlage und der stetigen Optimierung der autonomen Steuerungssysteme kann das Einsatzgebiet des Dienstes schrittweise erweitert werden.
Dubai gestaltet ein neues Verkehrsökosystem
Die Integration von Apollo Go in Uber zeigt, dass autonome Fahrzeuge den Übergang vom experimentellen Stadium zu einem alltäglichen städtischen Mobilitätsdienst vollziehen.
Im Februar 2026 nahm Scheich Hamdan bin Mohammed bin Rashid Al Maktoum die vollautonomen RT6-Fahrzeuge offiziell in Betrieb, womit das Projekt in die öffentliche kommerzielle Phase überging.
Fahrgäste können bereits heute ein fahrerloses Fahrzeug über die gewohnte Uber-App buchen; der weitere Ausbau des Dienstes ist Teil von Dubais langfristiger Strategie zur Förderung intelligenter und autonomer Mobilität.
Für die Stadt ist dies nicht nur ein technologisches Experiment, sondern ein zentraler Bestandteil einer umfassenderen Strategie zur Optimierung des Verkehrssystems, zum Ausbau digitaler Dienste und zur Schaffung der Infrastruktur für das künftige Bevölkerungswachstum.



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